Vorwort in Form eines Briefes

Thema:  Anzahl der Dummen nimmt zu
Datum:  01. August 2006
Von:    Dr.Schnitzer@t-online.de
An:     BrunoRupkalwis@aol.com
Sehr geehrter Herr Rupkalwis,

Sie haben recht, es gibt viele Graustufen zwischen Dummheit und Intelligenz. Jedoch sehe ich einen großen Unterschied zwischen Intelligenz als einer allgemeinen Eigenschaft einerseits, und dem Spezialwissen von "Experten" andererseits. Denn "Experten" wissen immer mehr von immer weniger, bis sie schließlich Alles von Nichts wissen. Dann sind sie "dumme Experten", und mit solchen speziell in der Medizin hatte ich mehr zu tun als mir recht war.

Früher gab es wenige Dumme, ein paar hoch Intelligente, und eine breite Mitte normal Intelligenter mit guter Auffassungsgabe und Grundfähigkeiten wie richtig Sprechen, Lesen, Schreiben, Verstehen und Rechnen zu können. Heute ist das Segment der einstmals Dummen durch geistig Behinderte ersetzt, die breite Mitte nehmen die Dummen ein, und nur eine geringe Minderheit hoch Begabter ist geblieben.

Fazit: Die Dummen nehmen zu. Das hat sowohl biologisch-degenerative Gründe (generationenlange denaturierte und teils artfremde Ernährung), als auch solcher der "Inaktivitätsdystrophie", weil das Denken durch "Vordenken" Anderer ersetzt wird (vor allem durch das Fernsehen).

Ihre Theorie oder "Arbeitshypothese" halte ich für logisch und grundsätzlich richtig: "Ohne Neurotransmitter ist Denken, Fühlen und Handeln nicht möglich". So logisch und richtig, wie ein Computer auch nur funktioniert, wenn ihm Übertragungsenergie per Steckdose oder Batterie zugeführt wird. Aber auch hier sind "Graustufen" zu beachten. Besonders gefährlich - und weit verbreitet! - ist dabei ein Zustand, bei welchem Denken schon nicht mehr, Handeln aber noch möglich ist. Es war Kollath, der mir persönlich Ende der 1960er Jahre (er starb 1970) sagte: "Sie werden es noch erleben, dass die Mesotrophie nicht vor dem Gehirn Halt macht."

Richtig: Gesund ernährte Völker besitzen hohe natürliche Intelligenz - und ein freundliches, offenes Wesen. Mit denaturierter Zivilisationskost ernährte Menschen neigen zu Aggressivität, Hinterhältigkeit, Misstrauen, Feindseligkeit. Das sind Beobachtungen, die Dr. Weston A. Price von seinen Untersuchungen aller damaligen Naturvölker berichtete, die er auf seinen Weltreisen von 1924 bis 1936 besuchte. Sein noch heute erhältliches Buch mit den Ergebnissen: "Nutrition and Physical Degeneration".

Ihrer Dokumentation "Hirndefekte" wünsche ich die verdiente Verbreitung - zum Nutzen der Menschen und zur Rettung und Heilung der zahllosen Depressiven in den "hochzivilisierten" Ländern, deren denaturierte Zivilisationskost die Hauptursache der so genannten "Zivilisationskrankheiten" ist - einschließlich der Vitalstoffmangelkrankheit Depression. Es ist Ihr Verdienst, diesen Zusammenhang für die Depression nachgewiesen und dokumentiert zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Johann Georg Schnitzer


Dr. Johann Georg Schnitzer, geb. am 1. Juni 1930 in Freiburg/Breisgau, wuchs in St. Georgen/Schwarzwald auf. Nach dem Abitur 1950 studierte er Zahnmedizin an der Universität Freibung. Auf der Suche nach Wegen zur Gesunderhaltung der Zähne befaßte er sich mit den Grundlagen natürlicher Gesundheit und Ursachen chronischer Zivilisationkrankheiten. Dr. Schnitzer ist ein Vielen bekannter Mensch. Die von ihm entwickelten Kornmühlen, um keimfähiges Korn fachgerecht und inhaltsschondend zu zermahlen, sowie seine Vollkorn-Backrezepte sind gesundheitsbewußten Menschen ein Begriff. Er hat sich als Vorkämpfer für gesunde Ernährung einen Namen gemacht. Seine Biographie und sein Werk finden Sie unter www.doc-schnitzer.de

Dr. Schnitzer schrieb zahlreiche Bücher mit teils sechsstelligen Auflagen und zahlreiche Abhandlungen. Außerdem gelangen ihm technische Erfindungen und Entwicklungen auf verschiedenen Gebieten. Sein wichtigstes Ziel: Eine Synthese von Zivilisation und Gesundheit und die Überwindung der Ära chronischer Zivilisationskrankheiten, um den Menschen ein gesundes und glückliches Leben im ökologischen Gleichgewicht mit einer gesunden, von ihnen respektierten und gepflegten Natur zu ermöglichen. Sein klarer Kopf ist konkret und unmißverständlich, und er drückt sich in seinem Werk präzise aus. Sein Wille verfügt über ein hervorragendes Instrument - über seinen in der Praxis geübten Geist.

Bruno Rupkalwis
Internet: www.hirndefekte.de