Uns liegen Antwortschreiben namhafter Psychiater vor. Es wird mit dogmatischen Aussagen argumentiert. Im Schreiben der Psychiatrischen
Universitätsklinik Zürich heißt es zum Beispiel: „Depressionen sind grundsätzlich mehrdimensionale Erkrankungen, bei denen biologische,
psychologische und soziale Faktoren miteinander verknüpft sind. Diese Faktoren müssen in jedem Einzelfall abgewogen werden." Wenn etwas
grundsätzlich ist und zusätzlich unendlichviele Antworten eröffnet, dann haben (logische) Argumente ihre Bedeutung verloren: „Die
Depressionen wurden in die Köpfe betoniert!"
In biologischer Hinsicht ist davon auszugehen, dass genetische Faktoren eine unterschiedlich starke Disposition zu depressiven
Störungen bewirken. Nach Zwillings- und Adoptivstudien ist zu schliessen, dass die genetische Disposition nicht notwendigerweise zum
Auftreten einer Depression führen muss (mindestens 60 % der eineiigen Zwillinge erkranken diskordant), dass aber das Risiko, depressiv zu
reagieren und rezidivierend zu erkranken, durch ein im Einzelnen noch nicht erforschtes genetisches Muster erhöht werden kann.
Die Veränderungen des Schlafmusters mit einer REM-Vorverlagerung und der Abnahme der tiefen Schlafstadien stehen in Beziehung mit
Störungen des zirkadianen Rhythmus und können eine Desynchronisation des depressiven Menschen mit seiner Umwelt bzw. eigenen
Regulationssystemen anzeigen.
Aktuelle soziale Belastungssituationen, wie z. B. persönliche Verluste, können vor allem beim ersten Auftreten einer
depressiven Episode als auslösende Faktoren nachgewiesen werden. Bei häufig rezidivierenden depressiven Episoden kann sich offenbar eine
gewisse Eigendynamik einspielen, so dass psychosoziale Belastungssituationen eine geringere Rolle spielen.
Im Einzelfall sind die verschiedenen Einflussfaktoren unterschiedlich ausgeprägt. So dürften die einen ein höheres genetisches Risiko,
die anderen ungünstige soziale Belastungssituationen, dritte stärker depressiogene Reaktionsmuster aufgrund biographischer Einflüsse
aufweisen. Zudem ist zu beachten, dass Anlage und Umwelteinflüsse, Verhaltensmuster und psychosoziale Belastungen nicht scharf voneinander
zu trennen sind. Eine lineare Abfolge von Disposition und auslösenden Faktoren kann der Problematik depressiver Menschen deshalb nicht
ganz gerecht werden. Vielmehr dürften die verschiedenen Faktoren wechselweise aufeinander einwirken, wie es im integrativen
Depressionmodell dargestellt ist.
Wer sich bei Auftreten einer depressiven Blockade selbst stark in Frage stellt oder wer aufgrund eines inneren grossen
Verpflichtungsgefühls (z. B. im Zusammenhang mit einem strengen Gewissen oder hohen Idealvorstellungen) eine Sache nicht ruhen lassen kann,
wird sich bei beginnender depressiver Blockade fordern und schliesslich überfordern. Dasselbe gilt natürlich auch für Personen, die sich
aus äusseren Gründen eine Pause nicht leisten können, etwa eine Mutter mit kleinen Kindern ohne partnerschaftliche Unterstützung. Das
willentliche Bekämpfen einer depressiven Blockade führt dann zu einer grossen inneren Anspannung, zu Distress und nur allzu häufig zu neuen
Enttäuschungen, was zwangsläufig in einen Teufelskreis von biologisch verankertem Depressionsmuster und bewusster Gegenwehr führen muss.
Diese biochemischen Vorgänge im Gehirn sind seit etwa 40 Jahren erforscht. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der
Nervenimpulse von einer Hirnzelle zur anderen (über den synaptischen Spalt) überträgt. Bei Mangel an Serotonin in den Synapsen der
Hirnzellen kommt es zu Depressionen. Serotonin ist eine Angelegenheit der Biochemie. Serotonin steuert weitere mentale Vorgänge, so z.B.
das Hunger- und Sattheitsgefühl und sorgt dafür, daß sich die Blutgefäße bei Bedarf anpassen (Konstriktion und Dilatation von Hohlorganen;
Arteriolen, Migräne).
In den Nebennierenrinden werden mehr als 40 Kortikoide (das sind Hormone) produziert. Sie verbrauchen Mengen an essentiellen Stoffen
(Aminosäuren und Vitamine), die dem Organismus mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Bei Stresssituationen werden zusätzlich
Stressproteine und -hormone erzeugt, die zu Mangelerscheinungen (z.B. Depressionen) führen können.
Während des Schlafs erzeugt der Organismus Melatonin. Serotonin ist in der Biosynthese dieses Hormons die Vorstufe, deshalb
kann es (im Schlaf) zu Serotoninmangel kommen, was wiederum Depressionen auslöst. Daher wird im Umkehrschluß Schlafentzug als Therapieform
angewendet. Der Nutzen ist aber nur von kurzer Dauer.
Hier handelt es sich um psychologische Spekulationen, der jegliche Grundlage fehlt. Deshalb nimmt die Uni Zürich es auch nur an, das
heißt, sie weiß es nicht. Ich habe einen Mann getroffen, der acht Jahre lang in psychotherapeutischer Behandlung war, dann erfolgte
Spontanheilung. Er hatte zufällig Vitamine in größeren Mengen geschluckt.
Soziale Belastungssituationen (auch Stress genannt; Tod eines Angehörigen, Trennungsschmerz, Prüfungsangst usw.) verbrauchen für die
Biosynthese der Stressproteine und -hormone (z.B. Adrenalin; gesteigerter Energieumsatz) Unmengen essentieller Stoffe, so daß es zu
Mangelerscheinungen mit Depressionen kommen kann.
Depression über Depression, erläutert die Uni Zürich. Eine Depression reicht doch! Rekursiv heißt eine mathematische Funktion
dann, wenn deren Werte derart zusammenhängen, daß sie sich aus einen gegebenen Anfangswert nacheinander durch jeweils die gleiche Formel
berechnen lassen. Depressionen werden mit Depressionen erklärt, Depressionen lösen Depressionen aus, das ist geistiger Müll einer
Universität - unlogisch, Schwachsinn!
Diesen Abschnitt lasse ich unkommentiert, weil sich die Uni Zürich selbst ad absurdum geführt hat und mit keinem Wort auf falsche
Ernährung (Industrieernährung) eingegangen ist. Auch in der Schweiz spielt gesunde Ernährung keine Rolle, deshalb bringen sich auch
dort die Depressiven um.

Bruno Rupkalwis
Während einer depressiven Erkrankung ergeben sich vielfältige biochemische und neurophysiologische Umstellungen im Körper einer
betroffenen Person. Das derzeitige Forschungsinteresse richtet sich hauptsächlich auf Veränderungen der Neurotransmitteraktivität
(v. a. des Serotonins) und auf damit in Zusammenhang stehende verschiedene Aktivierungsmuster von Hirnregionen (insbesondere Frontalhirn,
limbisches System, Basalganglien.
Bisher am besten studiert sind neurophysiologische Veränderungen der Hypothalamus-Hypophyse-Nebennierenrindenachse (HPA-Achse) und
Veränderungen des Schlafmusters. Auf der HPA-Achse wird häufig ein Hyperkortisolismus festgestellt, der mit zentralen Fehlregulationen
gekoppelt ist. Dieser Hyperkortisolismus kann eine chronische Stressituation widerspiegeln.
Im psychologischen Bereich kann angenommen werden, dass Mangel- und Spannungssituationen in der Kindheit (z. B. bei
nichtkompensiertem frühem Elternverlust) zu Selbstverunsicherung und zu einem negativen Selbstkonzept beitragen und mit einer grösseren
Verletzlichkeit, auf Enttäuschungen depressiv zu reagieren, einhergehen.
Einerseits kann eine Depression auf genetischer oder biographischer Grundlage von dazu passenden Belastungsfaktoren ausgelöst werden,
andererseits kann aber auch depressive Hemmung selbst zu einer psychologischen Reaktion oder sozialen Belastung führen, die den weiteren
Verlauf einer depressiven Episode beeinflussen (Stichwort: Depression über die Depression). Letzteres sei im folgenden kurz beispielhaft
illustriert.
Mit genetischen Faktoren ist zur Zeit überhaupt nichts bewiesen. Die Uni Zürich widerspricht sich bereits im zweiten Satz. Diskordanz
ist die genetische Bezeichnung in der Zwillingsforschung für die fehlende Übereinstimmung in Einzelmerkmalen.
Wichtiger ist die Frage, warum Frauen zwei- bis dreimal häufiger an Depressionen leiden als Männer. Die Ursachen sind bei der
Anti-Babypille (hormonelle Kontrazeption) und Alkoholgenuß zu suchen. Beides sind Räuber essentieller (lebenswichtiger) Stoffe. Frauen
werden darüber nicht aufgeklärt.
Weil aus den Depressionen ein Papstgeheimnis (Dogma) gemacht wurde, haben selbst Ärzte keine Ahnung davon, darauf weisen
Psychologen immer wieder hin. Zwischen diesen Berufsgruppen besteht ein Kampf um die Pfründe. Eine Berufsgruppe verunglimpft die andere,
und die „andere" hat keine Ahnung. Es ist traurig aber wahr! Die Ausführungen der Uni Zürich mit ihren vielen Faktoren lassen die Anzahl
der Ursachen gegen unendlich streben, deshalb sind ihre Erkenntnisse unwissenschaftlich und Murks. Derartige Verkettungen lassen sich nicht
falsifizieren.
Noch Fragen? Wird ein psychotherapierter Mensch zufällig von selbst gesund, bekanntlich verschleißen sich die meisten Krankheiten, glaubt
der arme Tropf, ihm wurde geholfen, und der Psychologe schreibt sich den Erfolg auf seine Fahnen.
Mit der Ernährung steht oder fällt die Gesundheit aller Menschen. Wer mit allen essentiellen Stoffen, das sind 24 Elemente, 13 Vitamine, 8
Aminosäuren und einer essentiellen Fettsäure, der Linolensäure, ausreichend versorgt ist, neigt nicht zur Krankheitsanfälligkeit. Er wird
auch keine Depressionen bekommen. Der Tod einen nahen Angehörigen, Trennungsschmerz oder Prüfungsangst, und die anderen Stressituationen,
gehören zum normalen Leben. Wer sie pathologisiert, wie es die Psychologen tun, ist selbst krank.
Internet: www.hirndefekte.de