Larvierte Depression als Definition in medizinischen Werken: Depression, bei gleichzeitiger Unfähigkeit des Patienten, seine
depressive Verstimmung als solche zu beschreiben, statt dessen werden Beschwerden verlagert und als körperliche Symptome dargestellt:
Herzbeschwerden, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Appetit- und Schlafstörungen, gyn. Beschwerden, Störungen der
Sexualfunktion; dadurch schwierige Diagnosestellung. Der Patient ist oft bei mehreren Ärzten in Behandlung, insbesondere bei
Allgemeinmedizinern, Internisten, Gynäkologen und Chirurgen.
2.1.1 Die larvierte Depression wird von Kritikern und Fachbuchautoren als erfundene Krankheit dargestellt. Ist jemand falsch
ernährt, weil er sich nicht mit gesunder, frischer und schonend zubereiteter Nahrung regelmäßig versorgen kann, auf Fast-Food,
Fertiggerichte, Kantine, Pizza usw. zurückgreifen muß oder es tut, gar ohne Frühstück das Haus verläßt, dann merkt er erst eine lange Zeit
gar nichts. Denn ein leichter Vitaminmangel (Hypovitaminose) äußert sich mit ganz unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, verringerter
Belastbarkeit, allgemeinem Unwohlsein, Müdigkeit, Gefühlsschwankungen oder erhöhter Anfälligkeit gegenüber Infekten. Das kann man in
Apotherzeitschriften nachlesen.
2.1.2 Bei stärkerem Mangel an essentiellen Stoffen (Avitaminose) im Organismus kommt es zu Mangelerscheinungen. Eines der
Symptome, die an Haut, Fingernägeln, Magen, Darm, Augen, Nervensystem usw. auftreten können, ist die Depression, und daran geht kein
Weg vorbei. Das steht in keiner Apothekerzeitschrift, wird in keiner Gesundheitssendung, in keiner Arztserie gesagt. Das nennt man
„psychosomatisch oder vegetative Dystonie". Dabei können die einzelnen Symptome verschieden stark im Vordergrund stehen, das ist das
Tückische der Mangelerscheinungen und wird von (unfähigen) Ärzten nicht erkannt. Daher besteht bei fast allen Menschen der Industriestaaten
(wegen industriell bearbeiteter, gelagerter, veränderter Nahrungsmittel) eine latente Depression, eine nicht versiegende
Geldquelle für Heilbeter, Quacksalber und Scharlatane, aber auch für Mediziner und Psychologen.
2.1.3 Tritt zufällig noch beruflicher Streß, Prüfungsangst, Trennungsschmerz oder der Tod eines nahen Angehörigen hinzu, dann ist die
Depression vorprogrammiert. Hauptauslöser der Depression sind Mangel im Organismus an Thiamin (Beriberi), Pyridoxin,
Nicotinamid (Pellagra) und Folsäure. Diese richtige Antwort hat kein Psychologe, kein Psychotherapeut parat. In der frühkindlichen Phase
des Ahnungslosen nach den Ursachen zu suchen, wie es viele Psychologen tun, ist mehr als dreist. Die Depression kann aber auch aus
heiterem Himmel kommen, was Psychologen (in ihrer Einfältigkeit) als letzte Ursache benennen.