Kritik an der Medizin muß im Namen jener Millionen Patienten geübt werden, welche mit Valium, Melleril et cetera bedient wurden, welche Schlaf- und Beruhigungsmittel bekamen, welche alle Kopfweh- und Schmerzpulverl schluckten, welche mit ihrer Angst, Gereiztheit und Depression herumlaufen, weil ihnen der Arzt nicht helfen kann, welche Zuflucht im chronischen Alkoholkonsum oder beim Drogenmißbrauch nehmen, welche dann in der Entwöhnungsanstalt Hilfe suchen und welche beim Selbstmord enden.
Die Gründe für die Entstehung der psychischen Schwierigkeiten sind wissenschaftlich, experimentell nachgewiesen und die kausale, daher erfolgreiche Therapie klinisch erprobt. Durch eine Kost, in welcher das Vitamin B3 fehlt, wird eine Mangelkrankheit - die subklinische Pellagra - verursacht. Zu den frühesten Zeichen gehören die psychischen Symptome (McIlwein 1966). Diese sind Reizbarkeit, Interesselosigkeit, Gedächnisverlust, mangelnde Konzentrationsfähigkeit, Schlaflosigkeit, Depressionen und Angstzustände (Stepp, Kühnau und Schröder 1952). Eine entsprechende Gabe von Vitamin B3 hat einen prompten Erfolg; wenn die Vitamingabe unterbrochen wird, treten die psychischen Störungen wieder auf (Spies 1938, Kannig 1968).
Diese psychischen Störungen können schon in der Kindheit beginnen und reichen bis zu Sehstörungen: Beim Lesen drehen und bewegen sich die Buchstaben, die Augen sind ohne Befund (metabolic disperception). In diesem Zustand ist ein Schulerfolg nicht möglich; die nötigen Vitamine werden meist nicht gegeben, es kann daher nur schlechter werden (Hawkins und Pauling 1973). Antibiotika, sicher oft lebensrettend, zerstören jene Bakterien im Darm, die das Vitamin B6 beisteuerten, verhindern so die Biosynthese von B3 und erzeugen schwere, iatrogene Depressionen.
Die psychischen Störungen des Vitamin-B3-Mangels führen zum Fehlverhalten: Reizbarkeit führt zum Streit und Aggression, die Depressionen verführen oft zum chronischen Alkoholkonsum und dem Drogenmißbrauch, wodurch der Bedarf an Vitamin B3 für den Metabolismus erhöht wird, zugleich aber wird die Zufuhr von Vitaminen durch schlechtere Ernährung verringert. Dieser Teufelskreis führt zum Verderben und schließlich zum Selbstmord.
Welcher Lehrer der Psychiatrie hat das seinen Medizinstudenten gesagt? Als Erklärung wird das Kindheitstrauma, die dominierende Mutter, die kranke Familie, die kranke Gesellschaft und der soziale Druck, der schon den Taferlklaßler zerstört, in Vorlesung, Vorträgen und in jedem Heft, von der internationalen medizinischen Zeitschrift bis zur Wurfsendung des Großmarktes, angeboten. Diese völlig erstarrte Lehrmeinung lehnt die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Biochemie und fünfundzwanzigjährige, psychiatrische Erfahrung ab, obwohl gerade durch diese dem Arzt die Möglichkeit zu einer kausalen, daher prompt zum Erfolg führenden Therapie mit entsprechenden Gaben von billigem Vitamin B3 gegeben wurde; eine eventuell notwendige psychologische oder soziale Betreuung könnte der Arzt den entsprechenden Fachleuten überlassen (Siegler und Osmond 1976).
Der schwere Mangel an Vitamin B3 in der industriell erzeugten Nahrung unserer Wohlstandsgesellschaft macht die psychischen Störungen und das dadurch bedingte Fehl-verhalten schon fast zu Regel. Daher ist es notwendig, auf die Grundlagen unserer Gesellschaft zurückzugreifen: Die fürsorgliche Mutter oder Gattin ist verpflichtet, berechtigt und sehr wohl in der Lage, ihren Schützlingen eine Kost - vielleicht mit Vitaminzusatz - zu bieten, bei der Mangelerscheinungen nicht aufkommen.
Mit freundlichen Grüßen
Bruno Rupkalwis
Persönliche Anmerkung: Wer mag das geschrieben haben, ein Schweizer oder Österreicher? Einem Deutschen traue ich das nicht zu.
Auch dieses Schreiben habe ich den Verantwortlichen vorgelegt. Ich erhielt nicht einmal eine Eingangsbestätigung. In Deutschland
stimmt etwas nicht mehr: Sie gehen wieder über Leichen!
Internet: www.hirndefekte.de