Das nationale Irrenhaus

5.3 Wie Pharmakonzerne die Depressionen definieren

Die Definition der Depressionen ist bei allen Pharmakonzernen gleich, sie scheint abgesprochen zu sein. Deshalb folgt hier jeweils nur eine Definition im Internet gefundener Erläuterungen zu Auslösern, Symptomen, Ursachen, Therapie usw.. Blaue Schrift sind meine Kommentare.

Boehringer Ingelheim:
Depression

In Deutschland verzweifeln jedes Jahr rund 12.000 Menschen am Leben und begehen Selbstmord. Bei den meisten von diesen geschieht dies als Folge der Depression, einer psychischen Erkrankung, an der hierzulande etwa vier Millionen Menschen leiden. Ein einheitliches Krankheitsbild der Depression gibt es nicht. Ihre Krankheitszeichen sind vielfältig und der Verlauf ist je nach der betroffenen individuellen Persönlichkeit recht unterschiedlich. So reicht das Spektrum der Beschwerden vom simplen 'Durchhänger' bis hin zu einer schweren Depression mit der Endstation 'Selbstmord'.

Depressionen sind keine psychische Krankheit, sie sind somatisch- (körperlich-)emotional. Sie haben aber Einfluß auf die Ausschüttung von Streßhormonen und -proteinen, z.B. Adrenalin, das für einen erhöhten Stoffumsatz im Organismus sorgt. Depressionen sind Symptome von Mangelkrankheiten, z.B. Pellagra und Beriberi. Das verstehen sogar 17jährige Schüler - ohne Psychologiestudium.

Roche:
Symptome

Es gibt eine Reihe seelischer und körperlicher Anzeichen, welche auf eine Depression hinweisen. Aber nicht alle Beschwerden treten bei jedem Menschen gleich stark auf. Anzeichen für eine Depression:

    1. Seelische Verstimmung
    Oft fehlt ohne ersichtlichen Grund der Schwung und die Kraft wie in gesunden Tagen. Alles fällt schwer, nichts geht so leicht von der Hand wie sonst, die Stimmung ist gedrückt.
    2. Schlafstörungen
    Oft findet der Kranke keinen Schlaf, obwohl er sich müde fühlt. Der eine kann nur schwer einschlafen. Der andere wacht nachts öfter auf. Der Dritte wird ungewöhnlich früh wach. Deshalb fühlen sich alle oft morgens unausgeruht und glauben, überhaupt nicht geschlafen zu haben.
    3. Körperliche Beschwerden
    Folgende körperliche Beschwerden können auftreten:
    • Kopfschmerzen
    • Nackenschmerzen
    • Kreuzschmerzen
    • Druck- und Engegefühl in der Herzgegend
    • Schwindel
    • Kreislaufstörungen
    • Magen- und Darmbeschwerden
    • verminderter Appetit
    • vermindertes sexuelles Verlangen
Meist sind diese Beschwerden mit einer allgemeinen körperlichen Erschöpfung verbunden.

Ist jemand falsch ernährt, weil er sich nicht mit gesunder, frischer und schonend zubereiteter Nahrung regelmäßig versorgen kann, auf Fast-Food, Fertiggerichte, Kantine, Pizza usw. zurückgreifen muß oder es tut, gar ohne Frühstück das Haus verläßt, dann merkt er erst eine lange Zeit gar nichts. Denn ein leichter Vitaminmangel äußert sich mit ganz unspezifischen Symptomen wie Kopfschmerzen, verringerter Belastbarkeit, allgemeinem Unwohlsein, Müdigkeit, Gefühlschwankungen oder erhöhter Anfälligkeit gegenüber Infekten. Das kann man in Apothekerzeitschriften nachlesen.
Bei stärkerem Mangel an essentiellen Stoffen im Organismus kommt es zu Mangelerscheinungen. Eines der Symptome, die an Haut, Fingernägeln, Magen, Darm, Augen, inneren Organen, Muskeln, Nervensystem usw. auftreten können, ist die Depression, und daran geht kein Weg vorbei. Das steht in keiner Apothekerzeitschrift, wird in keiner Gesundheitssendung, in keiner Arztserie gesagt. Das nennt man "psycho-somatisch" oder "vegetative Dystonie". Dabei können die einzelnen Symptome verschieden stark im Vordergrund stehen, das ist das Tückische der Mangelerscheinungen und wird von unfähigen Ärzten nicht erkannt. Daher besteht bei fast allen Menschen der Industriestaaten (wegen industriell bearbeiteter, gelagerter, veränderter Nahrungsmittel) eine latente Depression, eine nicht versiegende Geldquelle für Heilbeter, Quacksalber und Scharlatane, aber auch für Mediziner und Psychologen.

Organon:
Ursachen der Depression

Es gibt viele mögliche Ursachen einer Depression:

  • Seelische Belastungen durch einschneidende seelische oder soziale Veränderungen im Privat- oder Berufsleben.
  • Erschöpfung durch Überarbeitung in Beruf oder Familie oder durch Streitigkeiten.
  • Zu geringe Auslastung z. B. durch Arbeitslosigkeit,
  • Ruhestand oder durch geistige oder körperliche Untätigkeit.
  • Körperliche Erkrankungen, wie z. B. Hirnerkrankungen,
  • Schlaganfall, schwere Herzkrankheiten oder hormonelle Umstellungen.
  • Veranlagung.
Noch dämlicher als Organon kann man die Ursachen der Depression nicht begründen. Widersprüche en masse bei sieben Punkten. Was sind denn nun die Ursachen?
  • Erschöpfung durch Überarbeitung oder Ruhestand durch geistige und körperliche Untätigkeit?
  • Noch schrecklicher: Seelische Belastungen oder Hirnerkrankungen?
Den Quatsch kann nur ein Psychologe geschrieben haben. Mathematisch betrachtet ergeben sich aus dem Text 218 mögliche Ursachen. Die "Experten von Organon" haben folglich 262.144 mögliche Ursachen zur Auswahl. Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Andere Pharmakonzene haben noch mehr, nämlich astronomische Auswahl.

Bruno Rupkalwis
Internet: www.hirndefekte.de