Humanbiologie

2. Ernährungskrankheiten und Symptome

2.1 Ernährungskrankheiten
2.2 Symptome

Die Erkenntnis, daß der Körper auf die Zufuhr zum Teil winziger Mengen lebensnotwendiger Ergänzungsstoffe angewiesen ist, ist nicht alt. Man kannte zwar eine Reihe seuchenartiger Krankheiten, die sich besonders häufig im Frühjahr oder auf langen Seereisen einstellten, doch gab man die Schuld der Winterkälte, dem verdorbenen Wasser, der schlechten Luft.

Am Ende des letzten Jahrhunderts begann man, planmäßig nach den Erregern von Skorbut, Rachitis, Pellagra und Beriberi zu suchen. Der holländische Arzt Eijkman beobachtete 1890 in Indonesien, daß Hühner, die mit geschältem Reis gefüttert wurden, dieselben Lähmungen und Krampferscheinungen zeigten wie beriberikranke Menschen. Gab man den kranken Hühnern Reiskleie zu fressen, verschwanden die Krankheitszeichen rasch. Offenbar gab es also auch ein Gegenmittel gegen Beriberi. Nur langsam setzte sich allerdings die Erkenntnis durch, daß der Körper ständig winzige Mengen des "Anti-Beriberi-Stoffes" mit der Nahrung aufnehmen muß, um gesund zu bleiben. 1926 gelang es, den Anti-Beriberi-Stoff, das Vitamin B1 (Thiamin), aus Kleie rein herzustellen.

Etwa 15 verschiedene Stoffe bezeichnet man heute als Vitamine. Alle haben gemeinsam, daß sie vom menschlichen Körper nicht oder nur in unzureichender Menge hergestellt werden können, also mit der Nahrung bezogen werden müssen. In winzigen Mengen entfalten sie große Wirkungen und verhindern Mangelkrankheiten wie Skorbut, Pellagra, Rachitis und eben Beriberi.

Die Symptome der Mangelkrankheiten sind in den Industrieländern vorhanden und können verschieden stark im Vordergrund stehen - das ist das Tückische. Unsere Ärzte haben meist keine Ahnung davon und verschreiben Pharmapillen, die logischerweise nur begrenzt oder nicht helfen.

Mangelkrankheiten wurden im Zusammenhang mit der Vitaminforschung bekannt, als sich herausstellte, daß durch den Mangel ganz bestimmter Substanzen Erkrankungszustände auftreten, die allein durch die Zufuhr der fehlenden Stoffe (Vitamine, Mineralien) zu beheben sind. Voll ausgeprägte Mangelkrankheiten treten bei uns nicht mehr auf, aber Symptome der Mangelkrankheiten aufgrund schlechter oder falscher Ernährung. Unsere Ärzte erkennen das nicht, haben keine Ahnung von gesunder Ernährung (ihr Studium ist zu kurz) und sprechen von psychosomatischen Krankheiten. Ein fataler Irrtum!

Bruno Rupkalwis
Internet: www.hirndefekte.de