Humanbiologie

7. Rückgrat kaputt - auf einen Satz!

Achtung! Leidensgenossen,

ich habe wohl 35 Jahre lang unter Rückenproblemen gelitten, wurde auch deshalb mit 53 Jahren frühpensioniert und liege seitdem dem Staat auf der Tasche. Besser ein heiler Rücken als ein kaputter Kopf! Manchmal war es so schlimm, dass ich nur noch am Boden kriechen konnte. Die Ärzte untersuchten mit Röntgen, aber sie konnten keine Ursache feststellen, wussten also nichts. Sie setzten mir Spritzen, behandelten mit Röntgen, Strom, Massagen, Fango und Bädern, und sie schickten mich zur Kur. Nichts half! Es ist schlimm, wenn Ärzte Krankheiten behandeln, von denen sie keine Ahnung haben. Die Mark stank damals nicht, und ich kenne deren Preise.

Etwa 80 Prozent der Deutschen sollen Rückenprobleme haben. Meine Rückenprobleme traten immer in der dunklen Jahreszeit ab Spätherbst auf, dauerten mit etwas Nachlassen über den Winter bis zum Frühjahr an, dann verschwanden sie von selbst. Im Sommer hatte ich keine Probleme.
Seit 2001 befasse ich mich mit Mangelkrankheiten und wurde 2003 fündig. Ich interessierte mich für die Rachitis und stellte fest, dass es auch eine "adulte" Form gibt. Hier liegt der Hase im Pfeffer.

Rachitis ist die Vitamin-Mangelkrankheit, bei der das Vitamin D dem Organismus fehlt. Vitamin D stellt unser Organismus aus dem bösen Cholesterin unter Zuhilfenahme des Sonnenlichts in der Haut selbst her und speichert es in der Leber ab. Wenn das Depot (in der dunklen Jahreszeit) aufgebraucht ist, verzieht sich als Symptom der Rücken. Ärzte nennen das meistens Lumbago, Scheuermann oder weiß der Deibel was. Die Ursache liegt beim Gott Ra, dem mangelnden Sonnenlicht.

Sie wissen aus der Werbung: "Magnesium für die Muskeln, Kalzium für die Knochen!" Hier liegt der tote Hund begraben. In der Werbung wird nicht gesagt, dass diese Elemente im Organismus Antagonisten, also Gegenspieler sind. Sie behindern sich gegenseitig beim Einbau. "Schiedsrichter" ist das Vitamin D, es wird als Calciferol (D2) gebildet und abgespeichert, der Organismus wandelt es zum biologisch wirksamen Calcitriol (D3) um. Dieses Wissen habe ich mir nicht aus der Nase gezogen, es steht in guten medizinischen Werken, z.B. Pschyrembel.

Ausgerüstet damit ging ich zu meiner Apothekerin, sie stand kurz vor der Pension, hatte aber absolut keine Ahnung. Es war der 27. Juli 2003. Sie besorgte das Vitamin (Vigantoletten) und riet, gleich mit dem Schlucken zu beginnen. Das tat ich dann auch (im Selbstversuch) täglich. Später kaufte ich im Supermarkt billigeren Kram (A+D). Die Rückenschmerzen blieben schlagartig aus. Ich berichtete der Apothekerin Mitte 2004 und bat sie, den Erfolg ihren Standesvertretern weiterzumelden. Ich habe "nie nichts" mehr von ihr gehört.

In den folgenden Jahren schluckte ich das Zeug nur noch ein bis zweimal in der Woche. Keine Rückenbeschwerden! - wirklich, es war wie ein Wunder. Aber wer schluckt schon gerne Steine? Ich hatte das Zeug in diesem Frühjahr abgesetzt, die Rückenschmerzen kamen wieder. Gewaltig! Ich konnte nicht mehr laufen, ich musste mich an meiner Frau stützen, um mir beim Doc eine Spritze abzuholen, und dann ging ich sechsmal zur Massage. Das tat zwar gut, aber jetzt schlucke ich wieder - regelmäßig. Ich bin jetzt wieder völlig schmerzfrei. Das ist die Wahrheit und nichts als die Wahrheit - beim Barte des Propheten.

Was fange ich mit meinem Wissen an? Nichts! An die Weißkittelzunft zu schreiben ist, als wenn in der Bundesärztekammer in Berlin ein Besen umfällt. In diesem Sinne: "Immer Kopf runter und Rückgrat raus!" und

mit freundlichen Grüßen

Bruno Rupkalwis, 14. Dezember 2008
Internet: www.hirndefekte.de